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Operationen » Chirurgische Eingriffe im Kindesalter

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Die häufigsten, chirurgisch zu behandelnden Erkrankungen im Kindesalter sind angeborene Fehlbildungen.

An erster Stelle stehen dabei der Leistenbruch und der Nabelbruch (Hernien), bei Jungen vor allem aber auch die Vorhautverengung (Phimose), der Wasserbruch (Hydrocele) sowie die verschiedenen Formen des Hodenhochstandes (Maldescensus testis).

Leistenhernie:
Die Ursache eines kindlichen, angeborenen Leistenbruches liegt im fehlenden Verschluss einer Bauchfellausstülpung im Bereich des Leistenkanals (beim Jungen entlang des Samenleiters hin zum Hoden, beim Mädchen entlang des runden Mutterbandes hin zur Schamlippe). Jeder Leistenbruch beim Kind sollte operiert werden, um Komplikationen (Einklemmung von Eingeweiden) vorzubeugen.

Nabelhernie:
Kleine Nabelbrüche sind im Säuglingsalter sehr häufig, da sich die Bauchdecke im Bereich des Nabels (ehemals Durchtrittsstelle der Nabelschnurgefäße) erst im Laufe der ersten Lebensmonate und Jahre schließt.

Nabelbrüche sollten deshalb in den ersten Lebensjahren nur bei großem Befund oder Beschwerden des Kindes operiert werden, sonst erst jenseits des 4. Lebensjahres.

Hodenhochstand:
Bei einem Hodenhochstand befinden sich ein oder beide Hoden nicht im Hodensack, sondern sind bei ihrer Verlagerung aus dem Bauchraum meist in der Leistenregion hin zum Hodensackansatz „hängen geblieben“.

Zur regelrechten Entwicklung der Hodenfunktion ist eine operative Verlagerung in den Hodensack ab dem 1. Lebensjahr - eventuell nach vorausgegangener Hormontherapie - erforderlich.

Vorhautverengung:
Bei einer Vorhautverengung kann die Vorhaut aufgrund einer angeborenen Verengung oder durch Entzündung verursachten Narbenbildung nicht über die Eichel zurückgezogen werden. In den ersten Lebensmonaten und -jahren ist eine Verklebung der Vorhaut und Eichel noch normal, welche sich spontan oder mit Salbenanwendungen lösen kann, so dass eine Operation mit Vorhautentfernung in der Regel erst ab dem 4. Lebensjahr durchgeführt wird.

Nur bei starken, wiederkehrenden Entzündungen sowie einer bestehenden Harnabflussstörung besteht auch bereits in den ersten Lebensjahren eine medizinische Indikation zur frühzeitigen Vorhautentfernung.

Alle Operationen bei Kindern führen wir in Vollnarkose in der Regel ambulant in der Praxis durch, nur in seltenen Ausnahmefällen ist eine kurze stationäre Behandlung (mit Elternteil) im HELIOS Agnes Karll Krankenhaus Bad Schwartau erforderlich.

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